Ernährung

Carnivore – Soziales & Psychologisches

Steak, Carnivore

Soziales & Psychologisches

Heute gibt’s einen Bericht über die sozialen Aspekte und die psychologischen Veränderungen die auf euch zukommen, solltet ihr euch „Carnivore“ ernähren.

Soziale Akzeptanz

Worüber ich berichten muss, ist das Thema “soziale Akzeptanz und Essen in Restaurants”:
In der Arbeit glauben etwa 90% meiner Kollegen, nachdem ich ohnehin schon seit Monaten aufgrund meiner Fotoshooting Vorbereitungen jede Mahlzeit mitgebracht und geplant habe (Anmerkung: es gibt bei uns ein wirklich tolles Betriebsrestaurant mit vielen verschiedenen frischen Menüs), dass es mich jetzt komplett erwischt hat und ich bald in die Klapse eingeliefert werde.
“Was macht der Wieser?” “Der isst nur Fleisch? und Eier? Und jeden Tag das selbe?” “Das kann doch nicht gesund sein? Und kein Gemüse? Ist er verrückt?”. Damit wurde ich tagtäglich konfrontiert.
Nun gut, ich kann es ehrlich gesagt niemandem verübeln solche Aussagen zu tätigen. Wenn ich mich in die Situation der Kollegen versetze ist das absolut nachvollziehbar.
Was tut man nicht alles um Erfahrungen zu sammeln.

Noch schlimmer wurde es in Restaurants. Meine Begleitungen beim Essen in Restaurants sind beim Satz “ich hätte bitte gerne einmal das Steak, aber ohne Beilage” oft weiß oder rot geworden vor Verlegenheit.
Die Kellner auch. Naja was soll’s. Man lernt was dabei.
Zum Beispiel, dass man es bleiben lässt Menüs ohne Beilage zu bestellen, man bestellt sie einfach mit und lässt es übrig, es erspart viele Diskussionen mit Kellnern und fragende Blicke.
Also wer so schon Probleme mit der Akzeptanz seiner Essgewohnheiten und vor allem Erklärungen dieser gegenüber Vegetariern hat – dem würde ich die Carnivore Diät nicht unbedingt ans Herzen legen.
Viele Veganer fühlen sich von dieser Ernährungsform regelrecht angegriffen.

Psychologisches

Ich hatte mich eigentlich vor allem in den ersten 6 Wochen darauf eingestellt, dass mir die fehlende Nahrungsmittel Vielfalt in dieser Diät am meisten Probleme bereiten wird. Das war jedoch überhaupt nicht der Fall. Interessanterweise hatte ich überhaupt keinen Appetit auf andere Speisen, insbesondere nicht auf Süßes.

Was jedoch ein positiver Aspekt war: Die Einkaufsliste, das Geschirr und alles was mit Kochen und Planen der Mahlzeiten zu tun hat.
Ihr habt sicher alle mitbekommen, dass einige bekannte und berühmte Personen wie etwa Mark Zuckerberg oder Steve Jobs immer das selbe anziehen.
Es spart dir eine Entscheidung und damit Energie. Und es gibt tatsächlich so etwas wie “Decision Fatigue” oder “Entscheidungs-Erschöpfung”. Selbstkontrolle ist eine limitierte Fähigkeit.

Das ist auch der Grund warum die meisten Diäten abends scheitern. Nach einem stressigen Tag und zig Entscheidungen wirft man das Konzept abends bei der Entscheidung was man kochen soll viel leichter über Bord.

Der selbe Effekt betrifft auch das Einkaufen. Die Einkaufsliste besteht aus Eier, Fleisch, und Butter.
Der Geschirrspülter-Inhalt besteht aus 1 Messer, 1 Gabel, 1 Teller und dem Einsatz von der Heißluftfriteuse (der beste und einfachste Weg jedes Steak zeitlich effektiv und perfekt zuzubereiten und dabei nicht die gesamte Wohnung mit Gestank vom Braten zu verunstalten).
Ein Umstand den ich vermisse. Jedoch auch mit einer Ketogenen Diät ist die Einkaufsliste reduzierter.

Mehr gibt’s wieder bald hier zu lesen.