Ernährung

Carnivore Diät – Kraft und Sättigungsgefühl

Steak, Carnivore Diät

Die Zweite Woche

Meine Kraftwerte steigern sich immer noch, fast mit jedem Training. Linear. Unglaublich. Das sollte sich jedoch später in der dritten Woche normalisieren.
Das ist normalerweise etwas das nicht passiert, wenn man schon 5 Jahre trainiert und fortgeschritten ist. Vor allem bei der Intensität und Frequenz. Wie ich mein Training während dem Experiment gestaltet habe könnt ihr hier nachlesen.

Meine Leistung im Kreuzheben ist in dieser Zeit von 135×5 auf 150×5 gestiegen. Das entspricht einer One-Rep-Max Steigerung von 152kg auf 180kg was etwa 18% entspricht.
In der Kniebeuge kann ich immerhin eine Steigerung von etwa 15% auf ein One-Rep-Max von 115kg + 2x23kg Widerstandsbänder verzeichnen.

Bei den Oberkörperübungen (Schulterdrücken und Bankdrücken) sind die Fortschritte etwas weniger, aber auch deutlich.

Dazu sagen muss man, dass ich dieses Experiment etwa 1 Monat nach einer halbjährigen Diät durchgeführt habe welche gegen Ende hin auch absolute Kraftverluste nach sich gezogen hat.

Das Sättigungsgefühl

Das habe ich eigentlich ab dem dritten Tag bemerkt. Bei der Ketogenen Diät ist ein ohnehin sehr hohes Sättigungsgefühl mittlerweile wissenschaftlich belegt, und insbesondere bei mir stark vorhanden. Ich habe immer meine Probleme einen vernünftigen Bulk auf ketogener Basis durchzuführen, da ich nicht so viel essen kann wie sollte.

Dieser Effekt ist mit der Carnivore Diät noch deutlich stärker festzustellen. In den ersten Wochen fällt es mir schwer mein Gewicht zu halten und mit dem Essen nachzukommen. Teilweise ist es relativ irre wieviel Steak & Eier ich gegessen habe, vor allem nach dem Training abends obwohl ich schon keinen Hunger mehr hatte.
Was genau ich gegessen habe werdet ihr in den nächsten Beiträgen lesen können.

Erklärzungsversuch:
William von Hippel, Evolutionärer Psychologe hat in einem Podcast von Joe Rogan zu diesem Thema folgende Aussage getätigt: Hunderttausende Jahre lang hatten unterschiedliche Vorfahren des Menschen viel weniger Vielfalt in der Nahrungsmittelauswahl.

In diesem Kontext ergeben einige Forschungsergebnisse Sinn:

Appetit hängt mit der Motivation etwas zu essen, zusammen. Du wirst nicht “voll” – eher wirst du unmotiviert bestimmte Nahrungsmittel zu essen. Das ist der Grund warum man immer noch “Platz” für was Süßes nach dem Essen hat.
Referenz

Es wurde nachgewiesen, dass je höher die Vielfalt der Auswahl der verfügbaren Nahrungsmittel, desto höher ist dein Appetit – macht auch Sinn – denk einfach daran, wieviel du an einem all-you-can-eat Buffet essen kannst.
Referenz 1
Referenz 2

Also vermutlich zwei wichtige Erklärungen:
Wenig Kohlenhydrate führen zur Unterdrückung von Appetit.
Weniger Vielfalt an Nahrungsmittel führen zu weniger Appetit.

Ein Meilenstein des Experiments passiert am Ende der zweiten Woche. Meine Verdauung hat sich von einem Tag auf den anderen sprunghaft verbessert.
Und zwar von der Katastrophe an die ich mich schon gewöhnt hatte auf: “Es könnte nicht perfekter sein, und es war nie zuvor besser”. Belassen wir es bei dieser Aussage…

Wie es weiter ging, sehr ihr in den kommenden Beiträgen…